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Da haben die neuen Organisatoren des Maifestes alles bis ins kleinste Detail vorgeplant und organisiert und dann vergessen sie den Antrag für gutes Wetter bei Petrus rechtzeitig einzureichen. Ärgerlich, aber naja, fürs nächste Jahr wissen sie es besser.
Das traditionelle Maibaum-Aufstellen auf dem Gelände des Vereinsheims begann wie jedes Jahr bei der Feuerwehr in der Gress-Straße und führte Vertreter der Wasserwacht, der Schützen, des Trachtenvereins und der Feuerwehr unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges, mit einem Zwischenstopp auf dem Marktplatz, zum Festplatz. Dort warteten schon viele ehrenamtliche Helfer, um die mutigen Besucher, die sich bei diesem Wetter aus dem Haus getraut hatten, mit Kaffee, Kuchen, Wurst und Maibock zu begrüßen. Von den Kameraden der Feuerwehr wurde der Maibaum mit seiner Girlande aus Buchsbaum und den Wappen der Bredstedter Vereine, dem Wind trotzend, errichtet. Im Anschluss tanzte traditionell die Bredstedter Trachtentanzgruppe um den Maibaum. Um 13 Uhr hatte die Drumband des Bredstedter Spielmannszuges ihren Auftritt. Sie präsentierten sich cool und lässig in neuen Outfits in schwarz und froschgrün. Zu den einstudierten Stücken lieferten sie eine umjubelte Show ab, die das schauspielerische Talent des einen oder anderen Musikers hervorlockte. Im Anschluss brachten die Westcoast Liners Cowboy-Feeling in den hohen Norden, bevor die Wattenpipe Band aus Hattstedt die Besucher nach Schottland entführte. Der ein oder andere fragte sich bestimmt, ob es unter den Kilts der Dudelsackspieler „traditionell“ zuging, aber selbst der anhaltende Wind vermochte ihnen auf diese Frage keine Antwort zu geben.

2018 Weihnachten

Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt: so könnte man das vergangene Wochenende ganz gut zusammenfassen, aber starten wir am Anfang.
Vom 14. bis 16. September fand in diesem Jahr wieder das Landesmusikfest Schleswig-Holstein statt. Austragungsort war in diesem Jahr das Hamburg-nahe Norderstedt.

Schon vor vielen Monaten begannen wir uns auf dieses Wochenende vorzubereiten, wussten wir doch, dass die Konkurrenz in diesem Jahr sehr stark sein würde. Hinzu kam, dass wir den Wanderpokal, der für die meisten Punkte in der Marsch- und Konzertklasse vergeben wird, gerne wieder mit nach Hause nehmen wollten, würde er doch dann für immer uns gehören, da wir ihn bereits die letzten zwei Male gewonnen hatten. Wie gewöhnlich bereiteten wir uns akribisch auf die Konzertwertung vor und fanden in Tobias Lempfer wieder einen hervorragenden Komponisten und Dozenten. Hinzu kam in diesem Jahr jedoch die starke Fokussierung auf das Marschieren, da wir dort in diesem Jahr sehr starke Konkurrenz hatten. Wir setzten zusätzliche Marschproben am Montagabend an und übten was das Zeug hielt.

Was sich im ersten Moment wie der Anfang eines Witzes anhört, fand tatsächlich genauso am vergangenen Himmelfahrts-Wochenende statt.
Aus einer fixen Idee vor einiger Zeit entstand ein konkreter Plan und so fuhren wir für vier Tage ins Rheinland, um das Flötenorchester und den Deutschen Meister der 1. Liga „Gut Klang Erftstadt“ zu besuchen.

Am Donnerstagmorgen wurde der Bus in Bredstedt beladen und die Tour Richtung Köln begann. Zu unserem Glück erwischten wir einen ausgedienten 4-Sterne-Flixbus, der uns somit mehr Platz und an jedem Sitz eine Steckdose bot (ja, eine Steckdose! Die Instagram-/Facebook-/Snapchat-Generation brach in Jubelstürme aus :-)). Nach dem Start meldete sich unser Busfahrer Viktor mit seiner tiefen, sonoren Stimme zu Wort und erklärte uns, dass ER für den fünften Stern zuständig sei. Spoileralarm: Den hat er sich nach diesem Wochenende auch mehr als verdient.